Maskulinität(en) im Spätmittelalter – Konstruktionen der Männlichkeit des römisch-deutschen Herrschers im 14. Jahrhundert

Das Habilitationsprojekt befasst sich mit der Inszenierung von Männlichkeit der römisch-deutschen Herrscher von 1273 bis 1400. Beim Untersuchungszeitraum, der unmittelbar nach dem Interregnum ansetzt, handelt es sich einerseits für das König- und Kaisertum im Reich und auf Grund der Pest-Pandemie Mitte des 14. Jahrhunderts andererseits auch gesamtgesellschaftlich um eine formative Phase. Über die genaue Beschreibung und Analyse der Konstruktion von Maskulinität(en) soll ein tieferes Verständnis der Stellung des Herrschers in der spätmittelalterlichen (Geschlechter-)Ordnung ermöglicht werden. Als Ausweis seiner Idoneität muss der Herrscher sein Mannsein kontinuierlich durch soziale Handlung (in teilweise ritualisierter Form) konstituieren (Simmel). Diese Praxis ist durch Ambivalenzen und Prekarität geprägt, nicht nur in Bezug auf Konzepte wie vom natürlichen und politischen Körper des
Königs (Kantorowicz), sondern auch in Bezug auf die Realisierung sich widersprechender Ideale und (Herrscher-)Tugenden (Potenz/Enthaltsamkeit, Strenge, Stärke/Milde usw.).

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Dr. Hendrik Hess

Medieval History

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Central Europe

Study Region

14th Century

Study Period

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